Halleneröffnung der “neuen” Sporthalle

Am Sonntag 12. April haben wir im offiziellen Rahmen mit der Stadt Melle, der Ortspolitik und vielen weiteren Vertretern umliegender Vereine, Nachbarn und anderen Teilnehmern, die neue Sporthalle in Betrieb genommen.

Foto: Johannes Kapitza

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Liebe Gäste,
liebe Vertreter aus Politik und Verwaltung,
liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Unterstützer des Sports,

trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war sie immer ein zentraler Ort unseres Vereinslebens. Umso mehr wissen wir zu schätzen, was heute vor uns liegt.

Die vergangenen Monate waren für uns als Verein eine besondere Zeit. Eine Zeit, die uns organisatorisch gefordert hat – aber gleichzeitig auch gezeigt hat, was Gemeinschaft im Sport wirklich bedeutet.

Wir mussten ausweichen – nach Melle, nach Westerhausen, nach Buer, nach Wellingholzhausen, nach Borgloh. Und ich glaube, wir können sagen: Wir haben in dieser Zeit nicht nur viele Hallen kennengelernt – sondern vor allem viele Menschen, die uns unterstützt haben. Denn wir wurden nicht einfach nur irgendwo untergebracht. Wir wurden aufgenommen. Unsere Tischtennisspieler haben in Melle und unsere Badmintonspieler in Westerhausen mittrainiert – und sich dort sofort willkommen gefühlt.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an Philin Schiermeyer, der uns dort sehr unkompliziert unterstützt hat.

Unsere Volleyball-Hobbygruppen haben in Borgloh trainiert – und dort ist etwas entstanden, was man so nicht planen kann: Gruppen sind zusammengewachsen, Kontakte entstanden, aus einem Provisorium wurde echte Gemeinschaft.

Ein großer Dank geht auch an die Fußballabteilung in Melle, die uns in der LSW-Halle mitgetragen hat und viele Kompromisse möglich gemacht hat. Das war nicht selbstverständlich – und zeigt, was möglich ist, wenn man gemeinsam denkt.

Und auch nach Wellingholzhausen ein herzliches Dankeschön – insbesondere an die Tischtennisabteilung, für die Flexibilität, für das Mitdenken und für die Bereitschaft, Lösungen zu finden.

Diese Phase hat uns eines ganz deutlich gezeigt: Sport endet nicht an der eigenen Hallentür. Sport verbindet – und genau das haben wir in dieser Zeit erlebt.

Ein solcher Moment heute ist aber auch ein Anlass, Danke zu sagen an die, die diese Sanierung möglich gemacht haben: an die Stadt, an die politischen Entscheider, an die Planer und die ausführenden Firmen.

Auch wenn es am Ende etwas länger gedauert hat als ursprünglich geplant – aus November 2025 wurde März 2026 – zeigt uns das Ergebnis heute ganz klar: Das Warten hat sich gelohnt.

Und wie bei jedem größeren Projekt gab es natürlich auch die ein oder andere Diskussion. Ich erinnere nur an die Idee einer Tribüne auf den Kabinen – eine spannende Vorstellung, vielleicht auch mit einer gewissen Aussicht… aber am Ende hat der Kosten-Nutzen-Faktor entschieden: Wir bleiben lieber bodenständig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch bei der Farbgestaltung wurde intensiv diskutiert: Der Prallschutz sollte ursprünglich grün werden – jetzt ist er anthrazit. Ich würde sagen: Am Ende haben wir uns für die zeitlose und wahrscheinlich auch nervenschonendere Variante entschieden.

Und wer heute auf den Hallenboden schaut, merkt schnell: Die Anzahl der Linien hat deutlich zugenommen. Früher war das noch recht übersichtlich – heute könnte man fast sagen: Wer hier spielt, braucht nicht nur sportliches Talent, sondern auch ein gutes Orientierungsvermögen.

Aber genau das ist ja der Punkt: Diese Linien stehen für Vielfalt, für mehr  Nutzungsmöglichkeiten, für mehr Sport zur gleichen Zeit. Für uns als SV Viktoria Gesmold mit rund 1.400 Mitgliedern ist diese Halle ein zentraler Baustein unseres Vereinslebens.

Hier findet ein großer Teil unseres Sports statt: Volleyball, Turnen, Tischtennis und viele weitere Ballsportarten. Und vor allem: Hier findet unsere Jugendarbeit statt. Ein Bereich, auf den wir einen besonderen Fokus legen – mit einem neuen Konzept und viel Engagement.

Was diese Halle jetzt möglich macht, merken wir schon nach wenigen Wochen –
und das sehr deutlich: Durch die neue Dreifachteilung haben wir deutlich mehr Kapazität – bei gleicher Fläche, aber mit ganz anderen Möglichkeiten.

Die Hallen sind voll. Das Training läuft parallel auf mehreren Feldern. Es gibt mehr Angebote, mehr Bewegung, mehr Begegnung. Und es entsteht genau das, was wir uns als Verein wünschen: Leben in der Halle.

Ein persönliches Highlight war für mich gleich das erste Wochenende nach der Wiedereröffnung: Ein Volleyball-Spieltag auf drei Feldern gleichzeitig – volle Halle, viele Zuschauer, tolle Stimmung. Da wurde sofort klar: Diese Halle wird angenommen. Und sie wird gebraucht.

Diese Sporthalle ist damit weit mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche sich entwickeln, an dem Teams zusammenwachsen, an dem Ehrenamt gelebt wird und an dem Gemeinschaft entsteht. Und genau das ist unser Auftrag als Verein: Diese Möglichkeiten zu nutzen, weiter auszubauen und mit Leben zu füllen. Wir übernehmen gerne die Verantwortung, diesen Ort zu dem zu machen, was er sein soll.

Vielen Dank.

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By redakteur / Editor on Apr. 17, 2026