Grönegau-Derby ohne Sieger

Mit einem Punkt musste sich die B-Jugend am letzten Sonntag im Spiel gegen die JSG Westerhausen/Riemsloh/Neuenkirchen  zufrieden geben. Die umkämpfte Partie, die einiges bot, was zu einem Derby gehört, endete unentschieden 3:3.  

 

Die Hausherren erwischten dabei im gut besuchten  Sportpark an der Else einen Start nach Maß und gingen bereits  in der 2. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß von David Stieve in Führung. Nur fünf Minuten später hatte er das 2:0 auf dem Fuß, sein Abschluss nach guter Vorarbeit von Erik Grothaus wurde jedoch noch gerade so abgewehrt. Die Gäste suchten ihr Glück ihrerseits mit hohen langen Bällen in die Spitze, bei denen sich die Gesmolder Defensive immer wieder schwer tat und dem Gegner mit schlechtem Stellungsspiel und zögerlichen Zweikampfverhalten einige Gelegenheiten bot, die jedoch mehrheitlich kaum Gefahr für das Gesmolder Tor brachten. Lediglich nach einem Schuss in der 14. Minute, der am langen Eck vorbei strich und einer weiteren Gelegenheit, in der sich Abwehr und Torwart Timon Dratmann uneinig waren, kamen die Gäste nennenswert in Tornähe. Eine weitere Chance hatte die Viktoria in der 21. Minute, bei der ein Freistoß aus dem Halbfeld durch den gegnerischen Strafraum segelte und Erik Grothaus diesen nur knapp verfehlte. In der 38. Minute erhöhte David Stieve dann auf 2:0, wobei er den besten Gesmolder Angriff der ersten Halbzeit, in dem das Mittelfeld über 2-3 Stationen schnell überspielt wurde, mit einem entschlossen Linkschuss veredelte. Die Gastgeber sahen sich bereits mit einer sicheren Führung in der Kabine sitzen, wurden aber im Gegenzug direkt mit dem 2:1 bestraft. Im Mittelfeld durfte ein Gästespieler den Ball unbedrängt in den Strafraum schlagen, wo er nach einem halbherzigen Abwehrversuch einem weiteren JSG-Spieler auf den Fuß fiel, der sich im Fünfmeterraum völlig freistehend  drehen und einschieben durfte.

 

Die Lilaweissen kamen deutlich engagierter aus der Halbzeit und erarbeiteten sich direkt Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Zwei Schüsse in der 45. Minute von Nico Linnemann und Erik Grothaus verfehlten das JSG-Tor jedoch. Wenig später kam Luke Stratmann freistehend zum Schuss, den der Gästetorwart jedoch abwehrte. Im weiteren Verlauf kippte das Spiel ein wenig zu Gunsten der JSG, die Gesmolder hatten zunehmend Probleme im Spielaufbau und verloren viele Bälle zu schnell wieder an den Gegner. Der Ausgleich der Gäste in der 58. Minute fiel somit nicht überraschend, aber mit freundlicher Unterstützung der unsortierten Gesmolder Defensive. Die linke Abwehrseite konnte zunächst die Flanke nicht verhindern, diese landete am langen Pfosten beim kleinsten, aber völlig freistehenden Westerhausener, der den Ball mustergültig über den chancenlosen Timon Dratmann hinweg ins lange Eck köpfen konnte. Nur kurze Zeit später fiel das vermeintliche 2:3: wieder eine unbedrängte Flanke, wieder der kleinste Spieler, wieder ein Kopfball, wieder ein Tor - dieses Mal aber Abseits, entschied der Schiedsrichter. Dazwischen hatte David Stieve seinerseits die Gelegenheit zur erneuten Führung, allerdings wurde der Winkel für seinen Abschluss ein wenig zu spitz, so dass der Ball nur an das Außennetz klatschte.  In der 64. Minute führte ein Ballverlust im Mittelfeld zu einem Konter der Gäste, die diesen zur 2:3-Führung abschlossen. Die Gesmolder konnten aber ebenfalls unmittelbar zurückschlagen: nach einer Ecke in der 66. Minute kam Luke Stratmann zu einem wuchtigen Kopfball, den ein Abwehrspieler der JSG zum erneuten Ausgleich ins Tor verlängerte. Das Spiel wurde in der Schlussviertelstunde zunehmend hektischer und umkämpfter, allerdings kam keine der Mannschaften mehr entscheidend zum Abschluss, so dass es am Ende beim 3:3 blieb.

 

Viktoria –Trainer Steffen Gröne war in seiner Bewertung des Ergebnisses unschlüssig: „Nach einer 2:0-Führung kurz vor der Halbzeit in einem Heimspiel ist ein Punkt für uns definitiv zu wenig. Aufgrund des gesamten Spielverlaufs, in dem wir sogar noch in Rückstand geraten sind, müssen wir das Ergebnis aber nun so hinnehmen. Unterm Strich war das aber kein gutes Spiel von uns. Wir hatten zu wenig Präsenz im Mittelfeld, waren in den Zweikämpfen nicht so entschlossen wie der Gegner, hatten zu viele Ballverluste und haben überhaupt nicht das Spiel auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Damit haben wir den kampfstarken Gegner, der über die gesamte Spielzeit wenig spielerische Lösungen gegen uns gefunden hat, unnötig stark gemacht.  Positiv sehe ich allerdings, dass wir nach dem Rückstand nicht eingebrochen sind, sondern uns gegen die Niederlage gestemmt haben und direkt zurückschlagen konnten.“

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