B-Jugend überzeugt erneut nicht

Am vergangenen Mittwoch kam die B-Jugend im Heimspiel gegen den SV Bad Laer trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus und musste am Ende sogar noch um den einen Punkt zittern.

Die Hausherren hatten gegen abwartende Gäste zunächst mehr Ballbesitz und versuchten direkt, diesen zu nutzen. Luke Stratmanns Schuss nach einem gut herausgespielten Angriff in der 6. Minute verfehlte das Tor noch. David Stieve machte es drei Minuten später besser, denn sein Schuss aus zentraler Position passte genau ins linke untere Toreck und bedeutete die frühe Führung für die Viktoria. Die Mannschaft versuchte, umgehend nachzulegen, vor allem durch Luke Stratmann, der allerdings in mehreren Situationen glücklos war: in der 19. Minute ging ein Schuss erneut vorbei, in der 28. setzte er seinen Kopfball nach einem Konter über das Tor und in der 32. Minute verpasste er den Ball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld knapp. Zudem traf Erik Grothaus nach einem schnellen Angriff in der 30. Minute nur die Latte. Die Gäste fanden erst nach gut 20 Minuten besser ins Spiel und hatten in der 25. Minute ihre erste Chance, nachdem die Gesmolder den Ball nicht konsequent genug aus dem Gefahrenbereich brachten, der Schuss ging aber neben das Tor. Zum Ende der ersten Halbzeit versuchte Bad Laer es immer wieder mit langen Bällen in die Spitze und brachten so die Abwehrreihe der Gastgeber mehrfach in Verlegenheit. In der 38. Minute erzielten die Südkreisler so den vermeintlichen Ausgleich, aber der Schiedsrichter entschied richtigerweise auf Abseits.  Weniger eindeutig war dagegen die Entscheidung direkt vor der Pause, als ein Gästespieler unmittelbar vor der Strafraumlinie  zu Fall kam, der Schiedsrichter aber erneut zugunsten der Viktorianer entschied und das Spiel trotz heftiger Proteste der Gäste weiterlaufen ließ – eine Situation, die im weiteren Verlauf der Partie noch von Bedeutung wurde.  

 

Zu Beginn der 2. Halbzeit  köpfte Luke Stratmann nach einer Ecke erneut über das Tor (46.). Danach übernahmen jedoch die Gäste zunehmend das Spiel, weil die Lilaweißen Ruhe und Übersicht verloren, im Mittelfeld nicht mehr in die Zweikämpfe kamen und den Ballbesitz mit überhastetem und ungenauem Passspiel immer wieder zu schnell herschenkten. Bad Laer wurde gefährlicher, in der 54. Minute strich ein Schuss aus spitzem Winkel knapp am Winkel des Gesmolder Gehäuses vorbei. In der 60. Minute kam dann ein Bad Laer-Spieler in einem eher unscheinbaren Zweikampf im Strafraum zu Fall, worauf der Schiedsrichter zum Entsetzen aller Gesmolder auf Elfmeter für die Gäste entschied. Ohne die Situation vor der Pause hätte der Unparteiische hier sicherlich anders entschieden, gab er nach der Partie zu. Gesmolds Torwart Waldemar Nuss ahnte bei dem Strafstoß zwar die richtige Ecke, konnte den scharf geschossenen Ball aber nicht entscheidend abwehren. Die Viktoria reagierte auf den Ausgleich und versuchte, sich ein wenig zu befreien. In der 65. Minute kam Erik Grothaus nach einem Einwurf über die rechte Seite an den Ball, setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und erzielte frei vor dem Torwart das 2:1. Dieser Treffer hatte sich nicht angedeutet, brachte der Heimmannschaft aber auch keine Sicherheit. Nur zwei Minuten später traf der Spielgestalter der Gäste aus gut 20 Metern krachend die Gesmolder Latte. Weitere zwei Minuten später schloss Bad Laer nach einem Ballgewinn an der eigenen Grundlinie einen gut herausgespielten Konter gegen die zu weit aufgerückte Viktoria-Defensive zum  2:2-Ausgleich ab. Die Gesmolder konnten sich nun kaum noch befreien, Bad Laer hingegen kam in der Schlussphase noch zu zwei  weiteren Abschlüssen, die Waldemar Nuss jedoch abwehren konnte, so dass es am Ende bei einem gerechten Unentschieden blieb.

 

Viktoria-Coach Steffen Gröne konnte sich nach dem Spiel nur schwer mit dem Ergebnis abfinden: „Mit einer besseren Chancenverwertung hätten wir zur Pause durchaus mit 3:0 führen können, haben in der zweiten Halbzeit  aber kaum noch selbst agiert. Stattdessen standen wir am Ende unter Druck und konnten nur noch reagieren, so dass wir mit dem einen Punkt zufrieden sein müssen. Allerdings haben wir unser Potential heute wieder nicht abgerufen, vielleicht auch, weil wir nach den beiden Niederlagen zuletzt etwas verunsichert waren. Dazu kommt die hohe Belastung mit vielen Spielen in den letzten Wochen, vor allem bei unseren Führungsspielern Luke Stratmann und Noah Bluhm, die aufgrund ihrer zusätzlichen Einsätze in der A-Jugend  jeweils sieben Spiele innerhalb der letzten drei Wochen absolviert haben und das immer über die volle Spielzeit. Dafür müssten dann auch mal andere Spieler in die Bresche springen, was im Moment aber leider nicht passiert.“

 

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